Bistum Würzburg setzt weiterhin auf LibreOffice

LibreOffice

Seit dem 1. März 2013 ist LibreOffice die „offizielle“ Office-Suite im Bistum Würzburg. Dazu hat der Generalvikar der Diözese, Dr. Karl Hillenbrand, eine »Dienstanweisung zum Einsatz der Office-Suiten LibreOffice und Microsoft Office« veröffentlicht, mit der die weitere Nutzung von LibreOffice für das Bistum festgeschrieben wird.
In seinem Geleitwort zum LibreOffice-Einsatz benennt der Generalvikar die Gründe, warum sich das Bistum für die freie Office-Suite entschieden hat.

Neben den Möglichkeiten der Lizenzkosteneinsparung werden als Entscheidungsgründe auch genannt: die gute Kompatibilität zu anderen (auch proprietären) Office-Formaten, die gewährleistete Interoperabilität durch das von LibreOffice standardmäßig genutzte Open Document Format (ODF), die freie Verfügbarkeit der Office-Suite für alle Mitarbeiter auf allen Plattformen und die generelle Unterstützung für Freie Software allgemein.

Dom Würzburg
Bildquelle: julie corsi, flickr.com, Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 2.0 Generic Lizenz.

Das Verwenden einer freien Office-Suite hat im Bistum Würzburg Tradition: Die meisten Mitarbeiter in den Büros der Dienststellen des Bistums arbeiten bereits seit zehn Jahren mit OpenOffice.org und seit zwei Jahren mit LibreOffice. Dabei unterstützt die EDV-Stelle des Bistums die Kirchenmitarbeiter durch ein umfassendes Schulungsangebot und eine transparente, offensive Informationsspolitik.

Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte

In einem Interview, das Michael Seufert, der Leiter der diözesanen EDV-Stelle in Würzburg der Zeitschrift „Pfarrer&PC“ [1] zu Beginn der Migration auf das damals verfügbare OpenOffice.org 1.0 im Frühjahr 2003 gab, wurde das Einsparpotential für das Bistum Würzburg damals „vorsichtig“ bereits auf ca. 35000 € pro Jahr geschätzt. Dieses dürfte heute bei wachsender Computerisierung auch im Kirchenbereich noch deutlich höher zu veranschlagen sein.
Wie damals ist der Diözese Würzburg auch mit ihrer aktuellen Entscheidung für LibreOffice wichtig, sich nicht von einem Hersteller und dessen Updatepolitik abhängig zu machen und prinzipiell auch offen für den Einsatz anderer Desktopplattformen wie Linux zu sein. Das Würzburger EDV-Team weist in seinem Newsletter auch regelmäßig auf andere Freie Software hin, etwa auf die Desktop-Publishing-Lösung Scribus oder auf das Grafikprogramm GIMP.

[1] Zeitschrift „Pfarrer&PC“ (herausgegeb. vom gleichnamigen Verein), Ausgabe II/2003, Seite 6-7

Ulrich Berens

Mein Name ist Ulrich Berens, ich bin einer der Gründer von LUKi. Nicht nur privat, sondern auch dienstlich benutze ich seit 1998 Linux und beweise damit, dass sich Linux in einem kirchlichen Büro problemlos einsetzen lässt. Auf Twitter bin ich privat als @infoleck unterwegs, auf Mastodon ebenfalls (@mastodon.social). Mein privater Blog findet sich unter: www.berens.net und mein Fotoblog unter: www.ulrich-berens.de. Berufliches findet sich unter familienseelsorge.de und neue-gespraeche.de.

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