Linux 2012: die Freiheit meinen Persönlichen Computer zu betreiben

Linux - auch 2012 ein wichtiges Thema

Außerhalb der Welt von Linux und Freier Software scheint der PC, also der im Wortsinn „Persönliche Computer“, auszusterben. Die Dominanz-Konzerne Apple und Microsoft haben in ihre Betriebssysteme derart viele Funktionen eingebaut, mit denen der Anwender in seinen Rechten beschnitten, ausspioniert, gegängelt, verunsichert und abhängig gemacht wird, dass von einer wirklichen Freiheit im Umgang mit Hardware, Software und den eigenen Daten nicht mehr wirklich gesprochen werden kann. Doch der Angriff auf die Freiheit von Computing und die Freiheit im Internet ist inzwischen viel umfassender: staatlich (oder ökonomisch) motivierte Bevormundung, Lenkung, Schnüffelei und Zensur scheinen langsam in der Gesellschaft mehrheitsfähig zu werden. Dieser Trend wird sich leider auch 2012 fortsetzen.

Ich glaube, es ist nicht zu viel behauptet: Linux-Nutzer sind aktiver Teil einer Widerstandsbewegung gegen diese umfassenden Tendenzen, den „Persönlichen Computer“ zusammen mit der Freiheit auf Informationen (und diese zu nutzen) endgültig zu begraben. Linux-Nutzer werden darum auch 2012 einen scharfen Blick für jede Art von digitaler Gängelung haben, sie sind auch 2012 Teil einer wachsenden „occupy-PC-Bewegung“, die das Recht auf ungefilterte, freie Information und die Freiheit, mit eigenen Hard- und Software das zu machen, was man möchte, gegen Übergriffe von Staats- und Wirtschaftsmacht verteidigt.

Was haben aber „Linux User im Bereich der Kirchen“ damit zu tun? Ich denke, gerade die Kirchen können vom Know How und vom Wissen der Linux-Nutzer profitieren, denn hier fehlt es in Sachen Freier Software noch massiv an Bewusstsein, Sensibilität und Praxis. Gerade aber die Kirchen müssten ein Interesse daran haben, dass auch in Zukunft Daten, Programme (und auch Hardware) „privat“ bleiben können und das heißt: geschützt gegenüber Begehrlichkeiten und Zugriffen von außen.

In diesem Sinn: ein gutes Neues Jahr 2012!

 

 

Bildnachweis: Tux von openclipart.org – Lizenz: Public Domain; Bearbeitung: LUKi.org

Ulrich Berens

Mein Name ist Ulrich Berens, ich bin einer der Gründer von LUKi. Nicht nur privat, sondern auch dienstlich benutze ich seit 1998 Linux und beweise damit, dass sich Linux in einem kirchlichen Büro problemlos einsetzen lässt. Auf Twitter bin ich privat als @infoleck unterwegs, auf Mastodon ebenfalls (@mastodon.social). Mein privater Blog findet sich unter: www.berens.net und mein Fotoblog unter: www.ulrich-berens.de. Berufliches findet sich unter familienseelsorge.de und neue-gespraeche.de.

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3 Kommentare zu “Linux 2012: die Freiheit meinen Persönlichen Computer zu betreiben

  1. „Gerade aber die Kirchen müssten ein Interesse daran haben, dass auch in Zukunft Daten, Programme (und auch Hardware) “privat” bleiben können und das heißt: geschützt gegenüber Begehrlichkeiten und Zugriffen von außen.“

    Warum gerade die Kirchen? Warum nicht jeder?

  2. @frager: wenn „jeder“ sowieso bei Facebook ist und auf twitter verkündet, wo er gerade seine Unterwäsche liegen lässt, dann braucht der es sicher nicht…

    Kirchen (und Unternehmen!) sollten das Interesse haben, weil dort jede Menge vertrauliche Daten bewegt werden. Wolltest du die notierten Inhalte von Tauf-, Trau- oder Trauergespräch in Facebook lesen (gefällt mir+++)?? Ich nicht. Oder die Personalangelegenheiten der Kindergärtnerin?
    Und als Unternehmer möchte ich weder meine Kundendaten noch meine Lieferantenbeziehungen noch sonst irgendwas in der großen weiten Welt veröffentlicht haben (zumindest nicht ohne mein Wissen und ohne meine Absicht).

    Gruß
    Georg

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