Umstellung an Widerstand der Nutzer gescheitert

Die Evangelische Lippische Landeskirche hat auf Anfrage von LUKi bestätigt, dass sie bereits im Jahr 2004 das Projekt, OpenOffice.org auf allen PCs einzuführen, wieder eingestellt hat. Eine alte Pressemitteilung aus dem Jahr 2004, die diese Umstellung verkündete, und fehlende Folge-Mitteilungen hatten LUKi veranlasst, sich bei den Verantwortlichen in Detmold nach dem Stand des Vorhabens zu erkundigen.

Die Leiterin der Abteilung Abteilung „Personal, Recht, Finanzen, EDV“ im Landeskirchenamt Detmold, Dr. Richarda Dill, gab an, die Umstellung auf OpenOffice.org sei vor allem am Widerstand der Nutzer in den Sekretariaten gescheitert. Zwar seien mittlerweile alle Server auf Linux umgestellt, einen Neuversuch in Sachen OpenOffice.org habe man aber nicht wieder unternommen, obwohl OOo inzwischen die Funktionen zur Verfügung stelle, die in der 2004 verfügbaren Version noch gefehlt hätten.

Die Lippische Landeskirche mit Sitz in Detmold hat ca. 194.000 Gemeindemitglieder (Stand: 31. Dezember 2006) in 61 reformierten und 11 lutherischen Kirchengemeinden und gehört zu den kleineren Evangelischen Teilkirchen Deutschlands. (Quelle: Wikipedia)

Ulrich Berens

Mein Name ist Ulrich Berens, ich bin einer der Gründer von LUKi. Nicht nur privat, sondern auch dienstlich benutze ich seit 1998 Linux und beweise damit, dass sich Linux in einem kirchlichen Büro problemlos einsetzen lässt. Auf Twitter bin ich privat als @infoleck unterwegs. Mein privater Blog findet sich unter: www.berens.net und mein Fotoblog unter: www.ulrich-berens.de. Berufliches findet sich unter familienseelsorge.de und neue-gespraeche.de.

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4 Kommentare zu “Umstellung an Widerstand der Nutzer gescheitert

  1. Ich denke, das es wichtig ist eine weiche Migration durchzuführen. Alles was von oben bestimmt wird, erweckt Misstrauen.
    Gerade im protestantischen Lager ist man da sehr sensibel 😎

  2. Genau so war es 2004. Eine Einführung von oben konnte in der reformierten Lippischen Landeskirche nur zum Scheitern verurteilt sein, in einer Landeskirche in der es keine Rentämter und keine verwaltungstechnisch ausgebaute Mittelebene gibt. Auch der Versuch alle Gemeinden und Pfarrer über einen zentralen Server im Landeskirchenamt ans Internet anzubinden, konnte nicht klappen und wurde darum aufgegeben. Ein neuer Versuch die dezentrale Struktur von Verwaltung und Entscheidung in den Gemeinden zu zentralisieren könnte mit der verordneten Einführung eines neuen Buchführungssystems verbunden sein, dass das alte noch DOS basierte System ablösen soll. Man verspricht sich Verbesserungen, die allerdings für viel weniger Geld vielleicht auch anders möglich gewesen wären. Warten wir es ab, wie sich das weiter entwickelt. Vielleicht gibt es auch da günstigere Angebote für kameralistische Buchungsmöglichkeiten, die auf einem ähnlich OpenOffice gebildeten System funktionieren. Hat einer dafür gute Ideen ?
    Die weiche Einführung von OpenOffice von unten hat längst begonnen. OpenOffice läuft auf meinem PfarrdienstPC und bei vielen anderen lippischen Kollegen auch.

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