Mein unmaßgeblicher aber tiefsitzender Eindruck vom LUKi-Wochenende

Goldener Oktober und wir sitzen von Früh bis Spät drin. Das lag am 3D-Drucker, in dessen Bedienung uns Klaus Knopper einführte. (-> Dazu wird es sicherlich einen berufeneren Beitrag geben)
11 Personen waren wir, -> Rainer, Andreas, Peter, Matthias, Peter, Siegfried, Sigfried, Lothar, Dominik, Uli und Dorothee <-
zu Gast in einem Haus der Gemeinschaft Geist und Sendung Es ist diese Sorte Treffen, bei denen alle Lust habe und die Motivationsphase ausfällt. Zack, wir sind mittendrin. Schon die Vorstellungsrunde ist mehr Einladung und Ausblick auf das, was man erwarten kann, als Selbstdarstellung.

Klaus Knopper während seines Workshops
Klaus Knopper während seines Workshops

Ein im Vorfeld angedachter Onlinegottesdienst in Zusammenarbeit mit dem in Köln parallel stattfindenden BarCamp Kirche konnten wir knicken. Da zeigte sich, dass nicht alles dezentral und ohne Blickkontakt zu regeln ist. Aber das Gespräch über Kirche, Pastoral und Glauben war anregend. Bis jetzt ist trotz §2 unserer Satzung ein Gottesdienst nicht Teil unseres Wochenendes. Muss vielleicht auch nicht sein. Die Erfahrung einer Gemeinschaft, in der sich jeder im Glauben an Gott verwurzelt sieht, wirft die Frage nach einer entsprechenden Ausdrucksform bei mir auf. Trotzdem fehlte nichts. Katholiken hatten die Möglichkeit, morgens mit den Mitgliedern der Gemeinschaft Geist und Sendung in eine Stadtkirche zur Heiligen Messe zu fahren (Auch dies eine wohltuende Erfahrung).

Scannen, pdf und Ausdrucken

Matthias führte uns in die Möglichkeiten offener Software für das Lesen eingescannter Texte ein. Mich interessiert dies nur am Rande, darum sind meine Notizen eher zum Weiterarbeiten gedacht:

Programme

  • Scantailor – erkennt Flecken und macht die beim Scannen weg
  • pdfsandwich – kann aus RGB SW machen, was die Datei verkleinert
  • Scan2pdf
  • gscanpdf
  • pdfmod
  • pdfsam
  • Briss – abschneiden von Rändern
  • Recoll – gescannte Bücher wiederfinden

Das Haus

Mit Rainer Strobel hatten wir einen Gastgeber, der gleichzeitig Mitglied der Gemeinschaft Geist und Sendung ist. Das zeigte sich als enormer Vorteil. Abgesehen von der relativ zentralen Lage der Stadt Fulda mit ICE-Bahnhof, Flix-Bus Station und Autobahnanbindung, hatten wir nicht den Stress der zwar angegebenen Essenszeiten (sehr lecker, das Essen), konnten aber mit dem Verständnis der Gastgeber rechnen, wenn wir nicht pünktlich waren. Saßen wir einmal zum Essen beieinander, kamen wir auch von dort kaum los, verfangen in Gesprächen, aus denen niemand sich loseisen wollte.

Delta-Chat und die Frage nach dem Königsweg der Kommunikation

Delta-Chat ist eine Möglichkeit per E-Mail-Adresse zu kommunizieren mit dem bekannten Telegram-Feeling. (-> Dazu gibt es einen eigenen Beitrag) Wir LUKis probieren gerne was Neues, aber wir sind natürlich auch ständig auf der Suche nach der besten Open-Source-Lösung. Und ich, die ich selten unter die Haube einer Anwendung sehe, habe die unbedarften Nutzenden im Auge, die zwar in der Zeitung lesen, dass es Datenschutz gibt, aber doch munter Windows und WhatsApp mit ihren Daten füttern, weil sie es nicht besser wissen. Ich selber brauchte ca. 10 Stunden, bis mein Delta-Chat auf dem Smartphone lief. Es ist eine App, die man im F-Droid Store bekommt. Solange das der einzige Ort ist, an dem die App zu holen ist, wird sie sich kaum verbreiten. Andererseits kann man noch in Ruhe daran herumprobieren und Berufene können mit dem Entwickler diskutieren und Hinweise geben. Alles in Allem gefällt sie mir gut. Bin gespannt, was draus wird.

Köpfe rauchen – Rechner auch

Wir mussten spätestens bei der Vereinsversammlung am Sonntag einen Blick auf die Kommunikationswege in unserem Verein werfen. Das wird auf Dauer zu klären sein, damit Informationen nicht verloren gehen. Es kann hierbei nicht um das Durchsetzen des Stärkeren gehen, sondern um den / die Wege, die von allen im Verein bedient werden können. Bei aller Unklarheit ob der Fülle der Möglichkeiten (Mattermost ist ein liebgewonnes, aber noch nicht von allen genutztes Tool; XMPP bietet die meisten Möglichkeiten zur individuellen Nutzung; die E-Mail-Liste ist die von den meisten genutzte Bahn; bei telegram gibt es eine Gruppe) sind wir uns immerhin einig darüber, dass es Open Source sein muss und dass niemand außen vor bleiben darf. Es sieht so aus, als ob die Vielfalt der Menschen in unserem Verein sich in der Vielfalt der Kommunikationmöglichkeiten spiegelt.

Podcast

Ludger führte uns in die Welt des Podcastens ein. Er hatte Hardware dabei und ein Online-Pad vorbereitet, das nichts zu wünschen übrig ließ. Neulinge mussten erst einmal erklärt kriegen, was das alles soll. Spannende Frage: Warum redet jemand ins Mikro? Ludger zeigte Beispiele verschiedenster Podcasts. Ich selber bin als alter Radio-Fan auch an Podcasts interessiert und habe ich über die Session sehr gefreut. (-> Dazu wird es einen eigenen Beitrag geben)

3-D-Druck

Leute! Ich kann OpenSCAD bedienen und wir habe neue Insider wie diesen hier: „Mach einfach Minkowski drüber.“ Aber dazu möchte ich trotzdem nichts schreiben, denn das ist eine ganz andere Liga. Da es in meiner Jugend Email-Brennöfen in den Jugendzentren gab und momentan Kicker, frage ich mich, ob es nicht Zeit zur Anschaffung eines 3-D-Druckers wär. Argumente hätte ich.

Thorn

Gemeindereferentin im Bistum Essen, Behindertenseelsorgerin. Mit folgenden Themen lass ich mich ködern: Finnland, Jazz, Krimis, Kunst, Musik, SF. Beruflich im Büro für Inklusion und Teilhabe. Privat zu lesen auf 793

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